Jahrhunderte alte Tradition – der Siegerländer Hauberg

Die Entstehung der Siegerländer Haubergswirtschaft

Nachdem der Wald im Siegerland über viele Jahrhunderte unkontrolliert abgeholzt wurde, schufen die damaligen Landesherren im Jahr 1562 eine erste Verordnung, die eine weitere Nutzung des Waldes streng reglementierte. Ziel war es, den Wald langfristig zu nutzen, ohne ihn  durch Raubbau in seiner Existenz zu gefährden. Wesentliche Elemente dieser und späterer Waldordnungen waren:

  • Schlageinteilung: Die Waldflächen einer Gemarkung wurde in meist 15 bis 20 Jahres-Schläge unterteilt.
  • Feste Rotation: Jedes Jahr durfte nur eine exakt festgelegte Teilfläche geerntet werden, während die anderen Flächen ungestört nachwachsen konnten.

Was aus der Not geboren wurde, entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten zu einer einzigartigen Form der nachhaltigen Mehrfachnutzung des Waldes.

 

Die Haubergsarbeiten folgten dabei dem Rhythmus der Jahreszeiten.