Am 9. Mai besuchte eine Abordnung des Fördervereins Historischer Hauberg Fellinghausen die Haubergsgenossenschaft Rittershausen-Langenbach im Lahn-Dill-Bergland. Wir wurden sehr freundlich vom Vorstand empfangen und durch die Genossenschaftsfläche geführt. Wir wollten unsere "Haubergsgeschwister" jenseits der Landesgrenze zu Hessen über die Haincher Höhe hin einmal näher kennen lernen, denn die Haubergswirtschaft diesseits und jenseits der alten und neuen Grenze hat einen gemeinsamen geschichtlichen Hintergrund!
Beeindruckend für uns war die Größe der Waldgenossenschaft. Fast 900 Hektar, aufgeteilt in etwa 400 Hektar Eichen/Birken Niederwald und etwa 450 Hektar Hochwald, ehemals Fichte, jetzt Käferkalamitätsfläche, gehören zur WG Ritterhausen-Langenbach. Jedes Jahr werden bis zu 4 Hektar 40 bis 50 jährige Niederwaldfläche von den Haubergsgenossen bearbeitet, die wegen des hohen Rotwildbestandes gegattert werden muss. Zur Brennholzgewinnung in Steillagen werden Seilwinden eingesetzt. Die Rechtsgrundlage der Genossenschaft in Hessen ist eine Haubergsordnung von 1887 und kein modernes Gemeinschaftswaldgesetz.
Es war ein sehr interessanter Vormittag bei unseren Nachbarn im Hessischen und wir freuen uns auf den Gegenbesuch demnächst bei uns in Fellinghausen!