Arbeiten im historischen Hauberg gehen weiter!

Allen corona-bedingten Einschränkungen zum Trotz gehen die Arbeiten im historischen Hauberg Fellinghausen weiter. Nachdem bis Ende April die Brennholzgewinnung abgeschlossen war, wurden von Mitgliedern der Waldgenossenschaft Fellinghausen und des Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen insgesamt 330 Schanzen aus Reisigmaterial angefertigt. Sie gehen an fünf Heimatvereine in der Region und werden dort zum Anheizen der Öfen in den Backhäusern verwendet. Die künftige Herstellung des schmackhaften Schanzenbrotes ist also gesichert.

Momentan wird an insgesamt 50 Eichen die Rinde geschält, die in früheren Jahrhunderten als begehrter Rohstoff in hiesigen Gerbereien zur Lederherstellung benötigt wurde. Diese Arbeit ist nur während eines kurzen Zeitraumes möglich, wenn der Saft in den Eichen aufsteigt und sich dadurch die Rinde leicht ablösen lässt.

Als nächste Arbeit steht in den kommenden Tagen die Aussaat von Buchweizen auf dem geräumten Haubergsschlag an.

Leider konnten sich in diesem Frühjahr keine Schulklassen im Hauberg am Schanzenbinden und Lohe schälen beteiligen. Auch der alljährlich um Pfingsten stattfindende Kohlenmeiler und ein weiterer Verhüttungsversuch am Lateneofen mussten bis auf Weiteres verschoben werden.

Dennoch können sich interessierte Wanderer auf dem Haubergspfad anhand der Infoschilder über die laufenden Arbeiten im Hauberg informieren.

Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen e.V. ·
Ulrich Gießelmann (Vorsitzender) · Landstraße 101 · 57223 Kreuztal-Fellinghausen · Telefon: 02732 1882